
Irène Meier aus Oberägeri ZG verbrachte als Kind viele unbeschwerte Sommer auf der Rinderalp Bannegg.
Ueli Christoffel
Die Kreativität von Irène Meier kennt kaum Grenzen. Das zeigt sich auch bei ihrem Landfrauenessen. Seit Monaten sammelt die gelernte Kindergärtnerin überall Inspiration für Essen und Dekoration, sie skizziert, bastelt und gestaltet. Dabei steht alles unter dem Motto «Wäsche».
So überrascht sie die Landfrauen in ihrem alten Waschhäuschen neben dem Haus mit einer Suppe aus dem Waschzüberli, fruchtig behängten Wäscheleinen und süssen Waschkörbchen.
Milchwirtschaftsbetrieb hält auf Trab
Nicht nur das Landfrauenessen hält Irène Meier auf Trab. Zusammen mit ihrem Mann Pirmin führt sie im Weiler Alosen im Kanton Zug einen Milchwirtschaftsbetrieb in Betriebsgemeinschaft mit den Nachbarn. Sie halten gut 55 Milchkühe, etwa gleich viele Aufzuchtrinder, betreiben Kälbermast und haben über 250 Legehennen. Pirmin Meier hat den Hof von seinem Vater übernommen – aber viel früher, als gewünscht. Als sein Vater starb, war Pirmin erst 20 Jahre alt. So musste er schon jung die Verantwortung für den Betrieb übernehmen.

Auch der Milchwirtschaftsbetrieb, den Irène Meier zusammen mit ihrem Mann führt, hält sie auf Trab.
Ueli Christoffel
An vier Vormittagen fährt die «Landfrauenküche»-Teilnehmerin hinunter nach Oberägeri ZG, wo sie als Kindergärtnerin arbeitet. Sie liebt es, die Kinder mit ihren Geschichten und Liedern zu begeistern und mit ihrer Energie anzustecken. Ihr Beruf ist ihr wichtig. Dafür nimmt sie in Kauf, dass die Tage von früh bis spät mit Arbeit ausgefüllt sind. Denn zu Hause warten nicht nur der Betrieb, sondern auch ihre vier Kinder und der Haushalt. Irène Meier ist selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen, beim Rothenthurmer Hochmoor.
Fährt gerne auf die Alp
Als Kind verbrachte sie viele unbeschwerte Sommer auf der Rinderalp Bannegg, die ihre Familie seit Generationen führt. Heute weiden im Sommer die Rinder der Betriebsgemeinschaft auf der Alp. Kurz vor dem Landfrauenessen müssen Irène und Pirmin die Rinder ins Tal holen. Irène fährt noch heute gerne auf die Alp, obwohl sie dort als Jugendliche nur knapp einer Tragödie entkommen ist.

Das sind die Kandidatinnen der 19. Staffel: (hinten v.l.) Irène Meier, Karin Landolt, Corina Kohler, Milena Knutti, Lorena Röösli; (vorne v.l.) Stefanie Hitz-Leuenberger, Rahel Margreth
SRF
Beim Landfrauenessen stehen Irène und ihr Bruder Erwin vor einigen Herausforderungen: Der Speck sollte nicht vom Filet abfallen, der Nudelteig nicht reissen, das Essen warm im Waschhäuschen ankommen. Und dann wollen die zwei Chaoten noch Struktur in ihr Gewusel bringen.
Am Samstagmorgen findet ihr auf schweizerbauer.ch den Blog zur Sendung.
Hier findet ihr die Blogs zu den bisherigen vier Folgen:
-> Blog 1: Lorena serviert das Menü am Haken
-> Blog 2: Milena serviert schwimmende Simmentaler