Wenn die Weiden verdorren

In mehreren Kantonen gilt eine Ausnahmeregelung für den Weidegang bei den Tierwohlprogrammen, falls das Futter draussen fehlt. 

Der gefallene Regen hat die Situation nur regional und vorübergehend entspannt, und in der ganzen Schweiz hält die Trockenheit an. Entsprechend pausieren die Pflanzen ihr Wachstum, und vielerorts sind die Wiesen und Weiden nicht grün, sondern braun.

Ausnahmeregelung für Raus und Weidebeitrag

Aus diesem Grund kommunizierten etliche Kantone wie Luzern, Basel-Landschaft, Zürich, Aargau oder Solothurn jüngst eine Ausnahmeregelung für den regelmässigen Auslauf im Freien (Raus) und den Weidebeitrag. So stand im Newsletter des Landwirtschaftsamts des Kantons Luzern (Lawa), dass der Weidegang im Rahmen des Raus durch den Auslauf im Laufhof ersetzt werden könne, sofern dieser wegen der Hitze und des Futtermangels nicht möglich sei.

Gleiches gilt für den Weidebeitrag, für den die Tiere 70 Prozent ihres Tagesbedarfs an Trockensubstanz draussen fressen müssten. «Die Laufhoftage sind im Auslaufjournal einzutragen und mit ‹Futtermangel/ Trockenheit› zu begründen», schreibt das Lawa. Eine Meldung an das Landwirtschaftsamt sei nicht erforderlich, heisst es weiter.

Ebenso ist im Kanton Bern keine Meldung nötig für RAUS oder für den Weidebeitrag. Auch frühzeitige Beweidung von BFF muss nicht gemeldet werden. Weitere Informationen gibt es auf der Website des Kantons .

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Mit richtiger Bewirtschaftung vieles wettmachen

Mit der passenden Bewirtschaftung lässt sich nicht zuletzt vieles wettmachen, wie das Beispiel von Pascal Bühlmann zeigt, der im luzernischen Rothenburg einen Milchwirtschaftsbetrieb mit saisonaler Abkalbung und Vollweidesystem führt. Seit April hat er auf seinen Weideflächen keinen Konservierungsschnitt mehr gemacht. Um die Pflanzen zu schonen und stehende Reserven für die Trockenperiode aufzubauen, wie Bühlmann am Telefon erzählt.

Weiter habe er im vergangenen Monat seine Tiere nicht ganz zu hundert Prozent geweidet, damit der Bestand nicht zu kurz werde, so der Landwirt. Der Regen der vergangenen Tage habe zudem etwas Entspannung gebracht. «Wir bekamen 40 Liter pro Quadratmeter», sagt Bühlmann. Im Stall füttert er seinen Kühen ausserdem wenig zu, wenn sie in der heissesten Zeit des Tages drinnen sind. Mit all diesen Massnahmen komme er bis jetzt trotz Hitze und Trockenheit gut über die Runden, sagt der Leiter des Vollweidebetriebs.

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Kommentare (5)

Sortieren nach: Likes | Datum
  • Kein Klimawandel | 09.07.2026
    Es gibt kein Klimawandel. So tönt es zumindest von der Bauern Partei. Allen voran ihr Präsident ist dieser Meinung. Dann gibt es auch nichts zu jammern
  • S. Giger | 08.07.2026

    Die Aussage zum Kanton Thurgau stimmt nicht. Es braucht keine Ausnahmebewilligung beim Landwirtschaftsamt.

  • Ketzer | 07.07.2026
    Hoffentlich kann man auch das Ökoheu früher beweiden, dann wären wir alle gerettet und wir hätten keine Probleme mehr!
  • Mathys | 07.07.2026
    Natuerlich unsere herren in bern fahren wieder einen sonderzug ist ja klar!!!
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