Freitag, 30. September 2022
01.01.2022 11:55
Jahresrückblick 2021 (7/15)

Ein Drittel weniger Brotgetreide

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Von: lid

Der Landwirtschaftliche Informationsdienst (lid) zieht Bilanz über das Jahr 2021. Beim Getreide waren die Erträge und Erntemengen tief, sowie die Qualität nicht immer ausreichend. Mehr dazu im siebten Teil der Jahresrückblick-Serie.

Die diesjährige Getreideernte war geprägt durch tiefe Erträge und tiefe Erntemengen. Bei allen Kulturen wurden Einbussen verzeichnet.

Brotweizen mit minus 30 Prozent, wie auch Dinkel mit minus 24 Prozent und Roggen sogar mit minus 55 Prozent, wiesen laut der Branchenorganisation für Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen Swiss Granum dieses Jahr deutlich tiefere Erntemengen aus als im vergangenen Jahr.

Backfähigkeit tief

Insgesamt hat aus der diesjährigen Ernte eine backfähige Brotgetreidemenge von 304’079 Tonnen resultiert – über 110’000 Tonne weniger als 2020. Die Durchschnittserträge waren witterungsbedingt bei allen Kulturen tief und sowohl Brotweizen, Dinkel als auch Roggen waren zum Teil stark von Auswuchs betroffen.

Die nicht backfähigen Brotgetreidemenge in der Höhe von rund 95’000 Tonnen kann aber im Futtersektor vermarktet werden.

Mehr Silo statt Körnermais

Auch bei den Futtergetreidearten wurden tiefe Durchschnittserträge verzeichnet. Bei der Gerste lag die Erntemenge gut 20’000 Tonnen tiefer als letztes Jahr, bei Triticale wurden 9’000 Tonnen weniger Ernte erzielt und beim Körnermais wurde mit 97’660 Tonnen nicht einmal die Hälfte des letztjährigen Ertrages erzielt.

Über die Gründe werde noch gemutmasst, erklärt Stephan Scheuner, Direktor von Swiss Granum: «Einerseits sind sicher die Witterung mit den Hagelschlägen und grundsätzlich tiefe Erträge verantwortlich für die tiefe Erntemenge. Andererseits floss aber auch ein Viertel der diesjährigen Ernte ins Silomais und diese Menge fehlt nun beim Körnermais.»

Gesamthaft gab es eine Futtergetreideernte von fast 523’000 Tonnen – über 30’000 Tonnen weniger als letztes Jahr, nicht backfähiges Brotgetreide bereits eingerechnet.

Jahresrückblick 2021:

1. Teil: Kulturen saufen ab 
2. Teil: Obstbau Schäden in Millionenhöhe
3. Teil: Gemüse-Importe wegen Wetter
4. Teil: Wein: Topqualität und historisch tiefe Erträge
5. Teil: Kartoffeln litten unter Nässe
6. Teil: Zuckerwerke sind nicht ausgelastet

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