Montag, 5. Dezember 2022
03.01.2022 07:00
Jahresrückblick 2021 (8/15)

Nachfrage nach Raps nicht gedeckt

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Von: LID

Der Landwirtschaftliche Informationsdienst (LID) zieht Bilanz über das Jahr 2021.  Die Erntemengen bei den Ölsaaten lagen unter dem Durchschnitt der letzten Jahre. Der Bedarf nach inländischem Rapsöl konnte nicht gedeckt werden. Mehr dazu im achten Teil der Jahresrückblick-Serie.

Auch die Ölsaaten werfen dieses Jahr kleinere Ernten ab: Beim Raps machen sich unter anderem die Auswirkungen der Witterung sowie zusätzlich der erhöhte Schädlingsdruck in einer tieferen Erntemenge bemerkbar.

Die Rahmenvereinbarung der Vertragsproduktion hätte den Schweizer Produzentinnen und Produzenten für dieses Jahr eine Abnahme von 106’000 Tonnen garantiert. Gesamtschweizerisch wurden dieses Jahr allerdings nur 77’073 Tonnen Raps geerntet – rund 12 Prozent weniger als im Vorjahr und eine Differenz von rund 30’000 Tonnen auf die zugesicherte Abnahmemenge.

Sonnenblumenproduktion leidet

Mit dieser Erntemenge kann die Nachfrage nach inländischem Raps nicht gedeckt werden. Die provisorische Sonnenblumenernte liegt mit 11’142 Tonnen zwar nur leicht unter dem Vorjahr – allerdings wurde dieses Jahr auf 300 Hektaren mehr Sonnenblumen angebaut, was die Bilanz entscheidend verschlechtert.

Ausserdem blieb bereits die letztjährige Ernte hinter der Erntemenge 2019 zurück, entsprechend hat die Sonnenblumenproduktion weiter gelitten.

Soja hat weniger gelitten

Mit 5’318 Tonnen fällt die diesjährige Sojaernte als eine der wenigen Kulturen nicht hinter die Erntemengen des Vorjahres zurück. Rund 300 Tonnen Soja mehr wurden geerntet, allerdings müssen die Zahlen auch hier relativiert werden, denn die Sojaproduktion verzeichnete ebenfalls eine Flächenzunahme.

Auf gut 200 Hektaren mehr wurde Soja angebaut – verglichen mit dem Vorjahr wurden also auch hier Einbussen verzeichnet. Soja hat aber offenbar weniger unter den widrigen Umständen gelitten als andere Kulturen.

Jahresrückblick 2021

1. Teil: Kulturen saufen ab 
2. Teil: Obstbau Schäden in Millionenhöhe
3. Teil: Gemüse-Importe wegen Wetter
4. Teil: Wein: Topqualität und historisch tiefe Erträge
5. Teil: Kartoffeln litten unter Nässe
6. Teil: Zuckerwerke sind nicht ausgelastet 
7. Teil: Ein Drittel weniger Brotgetreide

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2 Responses

  1. Bezahlt einen Marktgerechten Preis, und ihr bekommt die Mengen. Nur komisch das in der Lamdwirtschaft, der Markt nicht funktioniert, das Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. Bei einem Überangebot sinkt der Preis sofort, bei einem Mangel, steigt er nicht dementsprechend, heisst,der Konsoment ist nicht bereit Marktgerechte Preise zu bezahlen!

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